Flutkatastrophe in Mitteleuropa: Starkregen und Klimawandel

Übersicht wesentliche Faktoren der Flutkatastrophe

So ganz kalt lassen einen die Ereignisse auch als erfahrenen Meteorologen mit nüchternem Realismus nicht. Das Ausmaß der Zerstörungen ist gewaltig. Ganze Landstriche in Teilen Luxemburgs, Belgiens, Saarlands, Rheinlands und Nordrhein-Westfalens wurden bis zur Unkenntlichkeit verwüstet. Im Gegensatz zum F4-Tornado in Tschechien am 24. Juni 2021 zeigen Starkregenereignisse eine klarere lineare Abhängigkeit zur globalen Erwärmung. Pro Grad Erwärmung kann die Luft 7% mehr Wasserdampf aufnehmen (Clausius-Clapeyron-Gleichung). Allerdings tut sie das nicht immer, sonst hätten wir bei wochenlang sommerlichen Temperaturen am Alpenostrand nicht den trockensten Juni seit Messbeginn zustandegebracht. Es braucht also auch Tiefdruckwetter, um den steigenden Wassergehalt der Atmosphäre in Niederschlag umzusetzen. Hier kommt der Klimawandel ins Spiel: Naturkatastrophen wie die letzten Tage in Mitteleuropa entstehen nicht (nur) durch die wärmere Luft, sondern durch bestimmte Wetterlagen, die häufiger werden.

In diesem Beitrag versuche ich den Anteil des Klimawandels und den unmittelbaren Anteil des Menschen zu bemessen:

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